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Toskanische Küche

Manchmal kann eine frische Scheibe Brot mit etwas Käse und einem Glas Wein besser schmecken als das feinste Menü, ist Ihnen das auch schon mal aufgefallen? Es kommt beim Essen immer auf zwei Dinge an: Die Frische der Zutaten und das Ambiente, in dem man isst. Stimmt beides, ist die einfache Scheibe Brot plötzlich die größte Leckerei. Im Grunde funktioniert die toskanische Küche genau nach diesem Prinzip: Frische Zutaten, unkompliziert verarbeitet und präsentiert, in schöner Atmosphäre, am besten in geselliger Runde, verspeist. Dazu ein schöner Wein und der Abend ist gerettet.




Bevor es aber ans Verspeisen gehen kann, hat man die Qual der Wahl: Geht es in die Trattoria? Die Osteria? Die Enoteca? Und was ist das eigentlich?
Fangen wir am besten erst einmal beim Ristorante an: Hier speist man in gehobenem Ambiente und somit auch zu gehobenen Preisen. Pizza ist tabu, ein ganzes Menü ein Muss. Für ein Ristorante nimmt man sich Zeit, unter anderem um sich die leckeren lokalen Spezialitäten auf der Zunge zergehen zu lassen.
Die Trattoria ist sozusagen die kleine Schwester des Ristorante: Häufig als Familienbetrieb geführt bietet die Trattoria ebenfalls lokale Spezialitäten, für die man sich schon etwas Zeit nehmen sollte, an. Dafür kocht hier häufig noch die Mama oder Oma nach bewährtem Hausrezept und das Lokal selbst wirkt meist gemütlicher, rustikaler als ein feines Ristorante.

Eine Osteria war früher einmal ein unkompliziertes kleines Lokal, wo man eine Kleinigkeit zu essen bekam und sich mit Kollegen oder Freunden traf. Heute heißen aus unerfindlichen Gründen immer mehr hochpreisige Restaurants Osteria, was durchaus für Verwirrung sorgen kann. Dennoch: Es gibt sie noch, die schlichten Lokale mit den einfachen, aber leckeren Gerichten – man muss nur etwas danach suchen.

Toskanisches Essen

Toskanisches Essen ©iStockphoto/tupungato

Wie es der Name schon andeutet wartet eine Pizzeria mit Pizza auf, bietet aber auch häufig Nudelgerichte an. Die typisch toskanische Küche wird man hier sicher nicht finden, dafür kann man aber den kleinen Hunger zwischendurch stillen. Übrigens: Wundern Sie sich nicht, wenn die Kunden in der Pizzeria mit einem Stück Pizza in der Hand im Stehen essen – das ist kein schlechter Service, sondern einfach die schnellste Möglichkeit, etwas zu essen zu bekommen ohne lange anstehen oder warten zu müssen.

Wissen Sie was eine Rosticceria ist? Ganz einfach, ein Imbiss, der vorrangig Sandwiches oder Lasagne verkauft. Essen kann man vor Ort, man kann es aber auch einfach mitnehmen und irgendwo unterwegs verspeisen.

Wenn Sie eine Enoteca betreten, steht Ihnen der Sinn eigentlich eher nach Trinken als nach Essen: Hier erhalten Sie meist gang vorzügliche Weine aus der Region, aber auch aus dem Ausland, und dazu eine passende Kleinigkeit. Das Gegenstück dazu ist die Birreria, ein Bierlokal, das neben verschiedenen in- und ausländischen Biersorten auch kleine warme und kalte Mahlzeiten anbietet.

Etwas irreführend ist die Bezeichnung Bar, da geht man nämlich auch morgens hin – und frühstückt erst einmal, meist ein süßes Gebäckstück und einen Cappuccino. Daneben ist eine Bar natürlich auch Treffpunkt für jede Gelegenheit. Ein kleiner Tipp: Ein Caffe oder ein Grappa an der Theke ist wesentlich günstiger als eine Bedienung am Tisch.

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