Toscana - Italien für die Sinne

Wer die Kunst und alte Architektur liebt, ein Kenner guten Weines ist oder einfach nur die wunderbare, italienische Landschaft genießen möchte, für den ist die Toskana der richtige Landstrich, um Urlaub zu machen. In der hügeligen Landschaft finden sich jede Menge Olivenhaine und Weinreben, aber auch Pinien und Säulenzypresse prägen das typisch toskanische Landschaftsbild. Wer die Gelegenheit hat, eine Rundreise zu machen, um in den vollen Genuss der Region zu kommen, sollte das auf jeden Fall tun, denn die Toskana ist viel zu schön, um nur an einem Ort zu bleiben.



Ausserhalb der Städte
Für Weinliebhaber der ganzen Welt ist besonders Chianti, die berühmteste Weinregion der Toskana, und auch Italiens, ein besonderer Anziehungspunkt. Mehrere Tage kann man damit verbringen, die Weinstrasse entlangzufahren, um insbesondere die Region „Chianti Classico“ zu erkunden. Da sich Chianti aber in mehrere Regionen unterteilt, sollten Sie sich vorher genau überlegen, wo man hinfahren möchte und wie viel Zeit des Urlaubs für den Weingenuss eingeplant werden sollen. Wer sich Anfang bis Mitte September in der Region aufhält, sollte unbedingt die Weinmesse in Greve besuchen, der Hauptstadt der Chianti-Region. Auf der Piazza der Stadt wird dann der neue Chianti vorgestellt. Und sollten Sie eine Flasche mit einem schwarzen Hahn darauf sehen, dann sehen Sie den original Chianti. Die Burg Montfioralle liegt übrigens ganz in der Nähe von Greve und ist durchaus sehenswert.

Sollten Sie mit Kindern unterwegs sein, oder sich selbst zu den großen Kindern zählen, dann planen Sie unbedingt einen Besuch im Pinocchio Park ein. Der Park liegt bei Collodi in der Pescatiner Schweiz. Collodiist nicht nur bekannt für den Pinocchio Park, auch Freunde des Mittelalters werden hier auf ihre Kosten kommen, denn der Ortskern mit den mittelalterlichen Häusern und der Burg sind noch vollständig erhalten. Ausserdem sollten Sie sich unbedingt die Gärten der Villa Garzoni anschauen, die im Auftrag der Adelsfamilie Garzoni in den Jahren 1633-1652 angelegt wurden. Die Gartenanlage zieht sich, verziehrt mit unzählichen Treppchen, Pavillions und Terassen. Zwischen den unzählichen Statuen und Wasserspielen kommt man sehr leicht ins Träumen.

Hinein in die Stadt
Wer sich mehr der Kultur und Architektur in den Städten der Toscana widmen möchte, dem sei auf jeden Fall ein Besuch in Pisa sowie in Florenz empfohlen. Das, zweifellos, wohl bekannteste Bauwerk der Toscana ohne Frage der Schiefe Turm von Pisa. Mit dem Bau des Turms, der als Glockenturm für den Dom von isa gedacht war, wurde bereits im Jahre 1173 begonnnen, allerdings pausierten die Bauarbeiten ganze 100 Jahre, da sich der weiche Untergrund durch das Gewicht verformte und der Turm so schon zu Anfangszeiten seine, heute berühmte, Schräglage einnahm. Um diese Schräge auszugleichen, wurden die nächsten Stockwerke schräg gebaut und der Turm wurde schliesslich 1372 beendet. Heute gehört der Turm, der das Wahrzeichen der Stadt ist, neben anderen Bauwerken von Pisa zum Weltkulturerbe. Ein weiteres bauwerkliches Highlight ist die Santa Maria del Fiore zu Florenz. Mit den Bauarbeiten begann man bereits im Jahre 1249, diese kamen allerdings ins stocke, als der Bauherr Arnolfo di Cambi verstarb. Beendet wurde der Dom zu Florenz im Jahre 1436.