Toskana

Toskana - schon beim Klang des Wortes schieben sich malerische Landschaftsbilder vors innere Auge: sanfte Hügel mit Weingärten, Olivenbäumen, Zypressen und verstreut liegenden Gutshöfen. Das Klischee stimmt immer noch und zieht jedes Jahr unzählige Reisende in seinen Bann. Kaum eine andere italienische Region dürfte einen derartigen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad genießen.



Städte wie Florenz und Siena scheinen in der Hauptsaison hoffnungslos überfüllt, bewahren sich aber selbst bei all‘ dem Trubel ihren Charme. Doch wer es zeitlich einrichten kann, sollte zu Beginn des Frühjahrs kommen und die Osterfeiertage meiden. Die Temperaturen sind schon angenehm mild. Die Luft erfrischt, anstatt drückend schwül auf den Städten zu liegen. Angenehm ist das Reisen auch im Herbst. Die Schlangen vor den Museen und Kirchen sind kürzer, die Wartezeit an den Kassen auch und weit erträglicher als in der Sommerhitze. Die Blütenpracht in den Gärten der Toskana ist dann zwar weitgehend verwelkt. Doch verleihen die Rebstöcke mit buntem Laub und reifen Trauben der Landschaft einen ganz besonderen Reiz. Zudem finden Individualreisende in der Nebensaison leichter eine Unterkunft. Dennoch empfiehlt es sich, zeitig zu buchen. Das Angebot ist breit gefächert von der komfortablen Ferienwohnung bis hin zum einfachen Zimmer mit Frühstück auf dem Bauernhof. Stilvolles Wohnen in einem alten Palazzo oder Campingurlaub im Naturpark – für jeden Geldbeutel findet sich das Passende. Hier finden Sie z.B. eine Ferienwohnung in Florenz.

Toskana
Toskana @iStockphoto/Lisa-Blue

Besuchern, die einen reinen Kunsturlaub in Florenz oder Siena planen, sei die Anreise per Bahn empfohlen (z.B. mit dem Nachtzug München-Firenze) oder mit dem Flugzeug. Denn Parkplätze in den Städten sind selten und die Gebühren teuer. Wer das Hinterland abseits der Metropolen erkunden möchte, ist mit dem eigenen Wagen besser bedient. Und wer beides kombinieren will, findet am Flughafen oder im Stadtzentrum einen Mietwagenverleih. Zwar sind Autobahnen wie die A11 Firenze-Mare gebührenpflichtig. Doch gelten Teile des gut ausgebauten Straßennetzes der Toskana als mautfreie „Superstrada“, wie etwa die Verbindung zwischen Florenz und Siena.

Die Toskana ist sicher keine günstige Reisegegend. Das macht sich auch an den Preisen der Hotels bemerkbar. Es ist oft nicht ganz leicht, ein gutes Hotel für einen vernünftigen Preis zu finden.

Die wohl preiswerteste Möglichkeit, die Toskana kennenzulernen, ist eine Busreise. Dabei hat man die Wahl zwischen Städtereisen nach Florenz, Pisa, Siena oder San Gimignano, dessen hochaufragende Geschlechtertürme Touristen aus aller Welt magisch anziehen. Viele Veranstalter bieten interessante Pauschalarrangements an, wie z.B. „Villen und Gärten der Toskana“ oder „Wandern in der Südtoskana“. Auch Kuren sind möglich. Als bekanntestes Thermalbad gilt Montecatini Terme, dessen Heilquellen schon die alten Römer nutzten. Wer Badefreuden lieber am Ligurischen Meer genießen möchte, dem sei der Küstenstreifen zwischen Marina di Carrara und Viareggio empfohlen und die Anreise im Juni. Dann sind die feinsandigen Strände der Versilia noch nicht überfüllt. Die nahe Provinzhauptstadt Lucca lockt mit dem romanischen Dom, Campanile und Bischofspalast sowie prachtvollen Häusern im Renaissance-Stil.

Ob Architektur und Kunst, Wellness und Natur, ob Kochkurs oder Weinprobe – für jeden Geschmack findet sich das Passende in den neun Provinzen der Toskana. Eine davon ist die Region Livorno mit der Insel Elba. Die drittgrößte Insel Italiens ist von Piombino aus per Luftkissenboot oder mit der Fähre zu erreichen. Besucher können bei einem Tagesausflug auf den Spuren Napoleons wandeln. Sonnenhungrige finden an der fast 150 km langen Küste sogar im Hochsommer ein freies Plätzchen.